Hunde

Neben Katzen sind dies die häufigsten Patienten in unserer Praxis. Wir führen fast alle Untersuchungen, Behandlungen und Weichteil-Operationen beim Hund aus.

Aber mit dem Wissen um unsere eigenen Grenzen entscheiden wir mit Ihnen gemeinsam, ob wir einen Fall an einen spezialisierten Kollegen verweisen.

Besonders am Herzen liegt uns die Vorbeugung (Prophylaxe) von Erkrankungen.

Deswegen führen wir immer eine ausführliche Erstuntersuchung und Beratung bei ihrem neuen Familienmitglied durch - egal ob es sich um einen Welpen oder einen Hund aus “2. Hand” handelt.

In den folgenden Kurzartikeln finden Sie hier immer wieder Wissenswertes über die Gesundheit und Krankheit Ihrer Fellnasen.

Ich hatte Leptospirose!

von Sylke Rhein

Was ist Leptospirose?

Leptospiren sind Bakterien, die weltweit vorkommen und auch auf den Menschen übertragen werden können. Deswegen ist die Leptospirose eine Zoonose

Wie erkenne ich Leptospirose?

Die ersten Krankheitsanzeichen treten ungefähr eine Woche nach der Ansteckung auf. Diese sind ganz unspezifisch, wie Fressunlust, Erbrechen, Abgeschlagenheit und Fieber. Die Bakterien befallen alle möglichen Organe so dass die Symptome dann ganz unterschiedlich weitergehen: Gelbsucht, Muskelzittern, blutiger Durchfall oder auch Husten, eventuell mit Blut. Meistens sind auch die Nieren betroffen und die Hunde bekommen ein schweres Nierenversagen. Durch die schweren Organschäden verläuft die Infektion bei ungeimpften Hunden oft tödlich.

Wie kann sich mein Hund anstecken?

Als natürliches Erregerreservoir spielen Ratten, Mäuse und andere Nagetier eine große Rolle. Alle infizierten Tiere scheiden die Leptospiren mit dem Urin aus. Besonders stehende Gewässer, Pfützen, Feuchtgebiete aber auch Erde, Futter oder Schlafstellen, die mit Urin verschmutzt werden sind eine Ansteckungsquelle. Die Leptospiren dringen durch kleine Haut- oder Schleimhautverletzungen in die Blutbahn der Tiere ein. Besonders großes Risiko einer Ansteckung besteht durch Trinken von Wasser, dass durch Nager-Urin verseucht ist. Aber auch durch Baden in solchen Gewässern, können sich die Hunde oder auch der Mensch anstecken.

Wie kann ich meinen Hund schützen?

Das wichtigste ist eine gute Impfung. Die Grundimmunisierung besteht aus 2 Impfungen im Abstand von 4 Wochen. Eine jährliche Nachimpfung ist für einen kontinuierlichen Schutz notwendig.

Bei Welpen sollte man die erste Impfung mit 8 Wochen durchführen, da dann der Schutz durch die Hunde-Mama nachlässt. Diesen Schutz kann aber nur eine gut geimpfte Hündin an ihre Welpen weitergeben. Die eigentliche Grundimmunisierung beginnt dann erst ab der 12. Woche.

Es gibt nun einen neuen, erweiterten Impfstoff, der vor 4 (bisher nur 2) Erregerstämmen schützt. Neue Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass vermehrt Infektionen mit diesen neuen Erregerstämmen auftreten. Um Ihren Hund optimal zu schützen, sollten Sie ihn mit diesem neuen, erweiterten Impfstoff impfen lassen. Dazu ist eine neue Grundimmunsierung mit einer Wiederholung nach 4 Wochen nötig. Danach wird die Impfung einfach jährlich mit den anderen Impfungen wiederholt.

In unserer Praxis wird dieser Impfstoff seit Herbst 2013 nur noch eingesetzt. Sie haben dann die Wahl, ob Sie nach 4 Wochen wiederkommen und so den verbesserten Impfschutz bei Ihrem Hund aufbauen. Oder ohne die Wiederholung nur den alten Impfschutz gegen 2 Erregerstämme beibehalten wollen.

Wir informieren Sie ausführlich vor der jeweils anstehend Jahresimpfung Sie können uns jedoch auch jederzeit auf den neuen erweitern Leptospirose-Impfstoff ansprechen.

Weitere ausführliche Infos finden sie auch unter: